Sinkt deine Instagram-Reichweite?! - Kevin Hippert

Sinkt deine Instagram-Reichweite?!

Manchmal gibt es Zeiten in denen du dich bemühst den perfekten Post zu erstellen. Und wenn du diesen dann endlich postest und dich schon auf das viele Engagement freust, dann ist es oft so, dass der Post zwar am Anfang Likes und Kommentare erhält aber nach einer gewissen Zeit versinkt dein Post im Nichts und so richtig durch die Decke gegangen ist er auch nicht..

Vermehrt kommt es vor, dass der Instagram-Algorithms qualitativ hochwertigen Content im Feed regelrecht begräbt. Statistiken von Instagram selbst belegen, dass 70% deiner Follower manche deiner Beiträge wahrscheinlich nie sehen werden. Aber das sollte dich nicht wirklich überraschen. Instagram hat mittlerweile über 1 Milliarde aktive, monatliche Nutzer (siehe den Graph unten). Eine Milliarde Nutzer erstellen eine große Menge an Content und Instagram ist ständig dabei ihren Algorithms anzupassen, damit die Nutzer nur den besten Content zu sehen bekommen. Instagram möchte seinen Nutzern Content ausspielen, welcher beides ist: relevant und qualitativ hochwertig, denn das führt dazu, dass der Nutzer weiter scrollt. Je mehr du scrollst, desto mehr Werbung siehst du, desto mehr Geld verdient Instagram. Kurzgesagt: Instagram möchte qualitativ hochwertigen Content ausspielen, damit die Nutzer die App länger nutzen.

Anzahl der monatlich aktiven Instagram Nutzer weltweit in ausgewählten Monaten von Januar 2013 bis Juni 2018 (in Millionen)

Es ist der Job des Algorithmus zu bestimmen welcher Content gut ist und welcher nicht. Es gibt keine menschliche Komponente, die checkt, ob ein Bild nun gut ist oder nicht. Das Bild könnte komplett weiß sein, wenn es jedoch den Voraussetzungen des Algorithmus entspricht, dann wird es als “hohe Qualität” eingestuft. Das Gegenteil kann jedoch auch eintreffen und das ist der Grund, wieso sich viele über den Algorithmus beklagen. Ein Beitrag kann perfekt sein, unglaubliche hohe Qualität haben und dennoch nicht die Erwartungen des Algorithmus erfüllen. Sei es die Anzahl der Likes, die der Beitrag in einem bestimmten Zeitintervall erhalten hat oder die Anzahl der Follower, die schnell mit dem Beitrag interagiert haben. Unglücklicherweise passiert das den meisten “mittleren” Accounts, was ein Nachteil gegenüber größeren Accounts ist, deren Content häufiger angezeigt wird. In diesem Fall stürzen die mittelgroßen und kleineren Account in den Instagram-Abgrund.

Häufige Fehler

Wie oben bereits erwähnt kann es wirklich frustrierend sein, wenn du den Erwartungen des Algorithmus nicht gerecht wirst. In diesem Absatz geht es um Tipps und Tricks, wie du häufige Fehler vermeiden kannst, die dazu führen, dass deine Beiträge nicht viral gehen oder nur wenige von deinen Followern erreichen.

Der häufigste Fehler ist das Nutzen von zu vielen Hashtags oder aber Hashtags, die nicht relevant sind und weder zu deinem Profil noch deinem Beitrag passen. Wenn du einen Hashtag nutzt, dann geht der Instagram-Algorithmus davon aus, dass DU denkst, dass dein Content solch eine hohe Qualität hat, dass er von mehreren Leuten gesehen werden sollte. Der Algorithmus denkt also, dass du der Meinung bist, dass dein eigener Content gut ist, zum Teil basierend auf den Hashtags, die du nutzt. Das bedeutet: Je mehr Hashtags du nutzt, desto höhere Erwartungen hat Instagram an deinen Beitrag. Die Erwartungen des Algorithmus sind dynamisch: Es gibt keine festen Zahlen hierfür.

Stell es dir so vor: Wenn du postest, dann wird dein Beitrag einem ausgewählten Pool an Nutzern ( X ) ausgespielt. Der Algorithmus verwendet dann eine Gleichung, die wahrscheinlich komplexer ist, aber ähnlich wie dieser:

Wenn Z größer gleich Y ( X ), dann ist der nächste Pool größer, wenn nicht, dann ist der nächste Pool kleiner.

Dabei ist Z die erreichte Prozentzahl innerhalb des Pools in einer gewissen Zeit.
Y ist das Minimum an Likes in %, was der Algorithmus erwartet hat und X ist die Gesamtgröße des Pools an Nutzern.

Stell es dir so vor: Wenn du postest, dann wird dein Beitrag einem ausgewählten Pool an Nutzern ( X ) ausgespielt. Der Algorithmus verwendet dann eine Gleichung, die wahrscheinlich komplexer ist, aber ähnlich wie dieser: passt, die du nutzt, dann legst du dir selber nur Steine in den Weg. Vermeide unnötige und zu häufig genutzte Hashtags, wie z.B. #instagood oder #carsofig etc. Solche Hashtags sind zwar RIESIG aber Instagram hat HOHE Erwartungen für diese Hashtags. Bis du soweit bist und ohne beliebte Hashtags viral gehst, ist es in deinem Interesse solche beliebten Hashtags zu vermeiden!

Um auf die oben genannte Gleichung zurück zu kommen: Der zweithäufigste Grund, wieso man den Erwartungen des Algorithmus nicht gerecht wird ist, das ein Großteil deiner Follwer nicht (mehr) aktiv auf der Plattform sind. Mit einem Business Account hast du die Möglichkeit die Aktivitäten deiner Follower einzusehen und deinen Account zu einem Business-Account umzuswitchen kann wirklich dabei helfen, den Algorithmus zu verstehen und zu nutzen. Du kannst die Daten analysieren, um zu sehen zu welcher Uhrzeit und an welchem Tag deine Follower am aktivsten sind und somit am Beginn dieser “Aktivitätszeiten” posten. Damit ermöglichst du deinem Beitrag ein Momentum aufzubauen, da deine Follower zu diesen Zeiten am aktivsten sein werden.

Falls du es bevorzugst nicht zu einem Business-Account zu wechseln, dann ist das auch okay. Unten findest du eine “Heatmap” mit Spitzenzeiten, wann die meisten Instagram-Nutzer täglich aktiv sind. Wie auch immer, sei dir bitte bewusst, dass das nicht auf genau deine Zielgruppe zutreffen muss, sondern nur ein Durchschnitt darstellt.

Zusammenfassung

Um einen Reichweitenverlust zu verhindern, gehe sicher, dass du dir diese Fragen vor jedem Post stellst:

Nutze ich nur relevante Hashtags?
Poste ich während der heutigen “Aktivitätszeit” meiner Zielgruppe?
Passt meine Bildbeschreibung oder ist sie nur “solala”?
Passt die Bildbeschreibung zum Thema meines Beitrags?
Wird meine Zielgruppe diesen Beitrag mögen?

Um es kurz noch einmal zusammenzufassen: Vermeide zu viele Hashtags: 11 oder weniger sind ideal. Gehe sicher, dass du Hashtags, die du nutzt relevant sind und nicht zu beliebt und häufig genutzt sind. Poste während der Aktivitätszeit deiner Zielgruppe und schau, dass dein Content zum Thema deines Accounts passt.

Auch, wenn das kein Allheil-Mittel dagegen ist vom Instagram Algorithmus begraben zu werden, werden diese Schritte dich für deinen Erfolg vorbereiten.

Kevin Hippert

Kevin ist seit fünf Jahren in der Online-Welt zuhause und fühlt sich seit vier Jahren auf seiner Lieblingsapp: Instagram wie zuhause. In der jüngsten Vergangenheit haben sein Team und er ein Netzwerk von 1.000.000 Instagram-Follower aufgebaut und beraten Firmen wie Privatpersonen zu Online-Marketing und Social Media.

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